Industrieservices: Rückbau einer Produktionsanlage mit chemischen Rückständen

Der Schauplatz ist ein Industrieareal in der Region Nordwestschweiz, wo früher pharmazeutische Wirkstoffe, Industriechemikalien und Farbstoffe hergestellt wurden. Eine herausfordernde Aufgabe für den Besitzer, der die vor rund 15 Jahren stillgelegte Produktionsanlage entfernen und das Gebäude zurückbauen wollte. Die ERNE decon verfügt über das notwendige Fachwissen und wurde als erstes für eine Beratung hinzugezogen. 

Konzeption des Rückbaus der Produktionsanlagen

Bei einer ersten Besichtigung wurden die Gegebenheiten vor Ort ermittelt. Nebst den chemischen Rückständen der Produktion gab es nach der längeren Zeitspanne, während das Areal brachgelegen hatte, auch weitere Verunreinigungen. Liegestaub, das bedeutet kleinste Partikel, die sich auf Anlagen und Böden abgesetzt haben – und was unvermeidlich ist in leerstehenden Gebäuden – Kot und Kadaver von Mäusen und Vögeln. Bei einem Projekt mit diesem Umfang ist ein umfassendes Konzept erforderlich. Es wird genau definiert, wie die Arbeiten ausgeführt werden, welche Behördengänge notwendig sind und welche Stoffe in Labors analysiert werden müssen vor Reinigung und Entsorgung. Auch alle Massnahmen in Bezug auf Arbeitssicherheit und Umweltschutz müssen sorgfältig geplant werden. Das Fachwissen zur Chemie Freimachung wird bei der ERNE decon durch verschiedene Fachspezialisten sichergestellt, unter anderem aus den Bereichen: Bauführung, Entkernung, Schadstoffsanierung, Chemie und Pharmatechnologie und Betriebstechnik. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber und seinem Team, sowie dem Einbezug von allen beteiligten Gewerken, konnte das bestmögliche Konzept ausgearbeitet werden. Die umfassende Planung und das Vorgehen in der Konzeption der ERNE decon hat den Besitzer überzeugt. Die Arbeiten konnten beginnen.

Entkernen, reinigen, dekontaminieren und rückbauen

Als erstes kam das Entkernungsteam zum Einsatz und erstellte auf dem Areal Reinigungszonen. Alle losen Teile wurden den Materialien und Verunreinigungen entsprechend gesäubert und in einem Reinigungsnachweis dokumentiert. Der Reinigungsnachweis dokumentiert, dass die Anlagen und Maschinenteile fachgerecht gereinigt und dekontaminiert worden sind. Dieser Nachweis ist sowohl für den Auftraggeber als auch für die Behörden wichtig. Anschliessend wurden die Werkstoffe und Anlagenteile fachgerecht getrennt, d.h. vor Ort sortiert. Chrom, Nickel, Teile mit oder ohne Eisen und Kupfer wurden recycliert. 

Bei der Reinigung entstand mit Chemikalien und pharmazeutischen Stoffen verunreinigtes Abwasser. Dieses wurde aufgefangen und mit einem gezielten Abwassermanagement behandelt. Das Wasser wurde filtriert, sedimentiert, auf den pH-Wert geprüft und neutralisiert. In einem externen, unabhängigen Labor wurden Proben davon untersucht. Erst nach der Freigabe der Laborverantwortlichen konnte das Wasser in die Kanalisation abgelassen werden. 


Nach dem die Anlagen und Gebäude dekontaminiert wurden, konnte das Entkernungsteam die verbauten Anlagen demontieren und zurückbauen. Die Schadstoffsanierer teilten das Gebäudeinnere in einzelne Zonen ab, die sauber abgedichtet wurden. Mit Schutzanzug gewappnet konnte mit der Entfernung der schädlichen Bausubstanzen und der verbauten Schadstoffe begonnen werden. Sobald alle unerwünschten Stoffe entfernt waren, konnte mit dem Rückbau-Roboter effizient gearbeitet werden. (Siehe Foto: Rückbau der Produktionsanlage). Als letztes kamen dann auch die Rückbau-Teams und der grosse Bagger zum Einsatz, das Gebäude wurde komplett abgerissen. Zurzeit laufen die Arbeiten noch an einzelnen Gebäuden, da diese etappenweise entkernt und dekontaminiert werden. Bis die Arbeiten fertig sind, und das Areal dem Besitzer übergeben werden kann, wird es noch eine Weile dauern.

Haben Sie Fragen zu den Industrieservices von ERNE decon? Kontaktieren Sie Sarmilan Elumalainathan, er steht Ihnen gerne zur Verfügung.
 

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Sarmilan Elumalainathan

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