ARA Liestal: Komplexes Wasserbau-Projekt

20. décembre 2019

Der Bau des neuen Mischwasserbeckens für die ARA Liestal stellte einige Anforderungen an das Hochbau-Team von ERNE: Arbeiten unter dem Grundwasserspiegel und enge Platzverhältnisse durch stützende Spundwände. 

Wasserbau Mischwasserbecken Liestal

Für den Kanton Baselland baute das ERNE Hochbau-Team ein neues Mischwasserbecken in Liestal. Es hat die Aufgabe, Abwasser aus der Kanalisation, aber auch Regenwasser zu sammeln, um die Kläranlage vor Überlastung zu schützen, beispielsweise nach starken Niederschlägen, wenn grosse Mengen aufs Mal gereinigt werden müssen..

Bevor mit dem Aushub gestartet werden konnte, wurden Spundwandprofile in den Boden verbaut, welche ein Nachrutschen des Erdreiches verhinderten. Innerhalb der Spundwände wurden Filterbrünnen installiert. Dieses Vorgehen war unerlässlich, da die Arbeiten in der Grundwasserzone stattfanden und die Baugrube unter dem Grundwasserspiegel lag. Parallel zu den Aushubarbeiten wurden quer eingezogene und verschweisste Stahlträger sowie temporäre Injektionsanker verbaut. Diese stützten die Spundwand mit dem dahinterliegenden Erdreich. Durch diese Sicherungsmassnahmen war nur wenig Platz auf der Baustelle vorhanden, was Flexibilität vom Team forderte.

Es folgten die Fundation und der Einsatz der Bodenplatte, die rund zehn Meter tief mit Bohrpfählen im Erdreich verankert werden musste. Dies war notwendig, um einen Auftrieb des künftigen Beckens mit 3’000 Kubiklitern zu verhindern. Nun begann der eigentliche Neubau. Das Bassin wurde geschalt und betoniert, und als dichte Wanne ausgeführt. Zur Kontrolle der Dichtigkeit wurden Füllproben durchgeführt. Anschliessend wurde der Bereich zwischen Bauwerk und Erdreich hinterfüllt. Erst jetzt konnten die Stahlträger, Profile und die Spundwand Stück für Stück entfernt werden. Da die Mischwasseranlage unterirdisch zu liegen kommt, wurde das Becken mit einer Betondecke verschlossen und nach Inbetriebnahme mit Erdreich zugedeckt.