Die ERNE Bauführerin Jasmine Hirsig wurde interviewt

Jasmine Hirsig wurde vom Tages Anzeiger interviewt zu ihrem - für Frauen heute eher noch untypischen Beruf. Für Jasmine selbst ist das "normal" und nichts ungewöhnliches. Lesen Sie selbst:

«In der Baubranche ist der Umgangston etwas rauer»

Während ihre Freundinnen von Berufen wie Krankenschwester oder Primaballerina träumten, war Jasmine Hirsig schon als kleines Mädchen vom Bau fasziniert. Heute ist die 24-Jährige Bauführerin bei Erne – ein  ungewöhnlicher Beruf für eine Frau. Für Jasmine Hirsig ist es der Traumjob.

Jasmine Hirsig, Sie sind Bauführerin – ein ungewöhnlicher Beruf für eine Frau…
Ja, dies ist wirklich sehr selten.


Was genau gehört zu Ihrem Daily Business? Oder anders gefragt: Wie sieht ein «normaler» Tag als Bauführerin aus?
Erst einmal: früh aufstehen, nämlich um 4.15 Uhr! Meine Arbeitstage sind sehr unterschiedlich, ich mag die gute Mischung von Baustelle und Büro. Denn Büroarbeiten gehören natürlich auch dazu: Administratives
erledigen, Ausmass, Rechnungen schreiben und kontrollieren, dann habe ich Bausitzungen, Besprechungen mit Polierern und natürlich Baustellenbesuche.


Was war Ihr bisher spannendster Job?
Jeder Job ist auf seine Art und Weise spannend!


Was ist Ihr aktueller?
Im Moment bin ich vor allem mit meiner Ausbildung zur Bauführerin beschäftigt. Es ist ein berufsbegleitendes Studium, ich gehe Freitagabend und den ganzen Samstag zur Schule, daneben natürlich lernen und vorbereiten.


Wie lässt es sich arbeiten in dieser ausgesprochenen Männerdomäne? Gibt es erwähnenswerte Vorteile oder auch Nachteile?
Es lässt sich sehr gut in einer Männerdomäne arbeiten. Aber ich kenne es natürlich seit meiner ersten Ausbildung nicht anders.

Braucht es als Frau manchmal auch eine dicke Haut in diesem Beruf?
Ja, auf jeden Fall. In der Baubranche ist der Umgangston etwas rauer. Ich habe aber gelernt, dass das nicht negativ gemeint ist.

Wie kamen Sie zu diesem Beruf?
Das hat sich von Ausbildung zu Ausbildung so entwickelt. Nach meiner Bauzeichnerlehre habe ich ein Praktikum auf der Baustelle gemacht. Danach habe ich mich entschieden, eine weitere Ausbildung zur Strassenbauerin zu absolvieren.


Strassenbauerin? Auch dies ein eher unüblicher Berufswunsch für eine junge Frau, oder?
Das schon. Aber es lernen immer mehr Frauen diesen Beruf.


Von welchem Beruf haben Sie geträumt, als Sie ein kleines Mädchen waren?
Ich wollte Bauingenieurin werden. Der Bau hat mich schon als kleines Mädchen fasziniert. Oftmals kam ich zu spät vom Kindergarten heim, weil ich noch am Gitter einer Baustelle stehen blieb und zugesehen habe.


Wie hat Ihre bisherige berufliche Laufbahn ausgesehen? Welche Schulen/Ausbildungen haben Sie absolviert?
Als Erstes habe ich eine Lehre als Bauzeichnerin gemacht, dann eine Lehre als Verkehrswegebauerin/ Strassenbauerin und anschliessend die Ausbildung zur dipl. Technikerin Bauführung, Fachrichtung Tiefbau.

Welche besonderen Fähigkeiten muss eine Bauführerin besitzen?
Ausdauer, denn die Arbeitstage sind lang – egal, bei welchem Wetter. Dann sicher ein gesundes Selbstvertrauen. Aber auch vernetztes Denken, und dass man auf allen Stufen, vom Bauarbeiter über den Chef bis zum
Bauherren, gut kommunizieren kann. Man muss organisieren können und das Zeit- und Projektmanagement im Griff haben. Und man darf nicht vergessen, dass man als Bauführerin eine Vorbildfunktion hat.


Was sind Ihre beruflichen Ziele?
Als Erstes möchte ich in zweieinhalb Jahren das Studium zur Bauführerin erfolgreich abschliessen und danach noch weitere Jahre auf diesem Beruf arbeiten.


Welchen Ausgleich haben Sie zu Ihrem Job?
Ich spiele Trompete und bin in einer Guggenmusik.


Wo sehen Sie sich in fünf und in zehn Jahren?
In fünf Jahren arbeite ich als diplomierte Bauführerin an einem interessanten Projekt. Und was in zehn Jahren ist, kann ich noch nicht genau beantworten. Die Möglichkeiten in der Baubranche sind riesig und ändern sich schnell – gerade auch wegen der Digitalisierung. Gerne würde ich aber bei einem Brücken- oder Tunnelbauprojekt mitwirken.

 

Danke an Jasmine fürs Interview.

Jasmine unterwegs auf der Baustelle.

Zeitungs-Artikel

PDF-Datei des Artikels im Tages Anzeiger

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