Komplexer Umbau und Neubau mitten in Basel

An der Kreuzung Steinengraben Leonhardstrasse in Basel führt ERNE ein komplexes Bauprojekt aus. Das Eckgebäude der Häuserzeile wurde bis aufs Gebäudeskelett entkernt und danach umgebaut. Die angrenzenden Bauten wurden abgebrochen und neu erstellt. Später sollen in den Gebäuden Büros Platz finden und in den oberen Stockwerken Wohnungen. Nebst Rückbau und Schadstoffsanierung standen Spezialtiefbau-Arbeiten, Aushub, Umbau und Neubau auf dem Programm. Diese Leistungen wurden alle durch die ERNE Bauunternehmung und die ERNE decon ausgeführt. Für die Bauarbeiten stand nicht viel Platz zur Verfügung, die Häuserzeilen liegen an zwei stark befahrenen Strassen. Dies erforderte eine aufwendige Baustellenlogistik, es mussten einige Lösungen gefunden werden, die ein effizientes Arbeiten ermöglichten.

Abspitzen von zwei Stockwerken und Rückbau mit dem Abbruch-Bagger

Bevor Umbau und Neubau starten konnten, musste der bestehende Gebäudekomplex aus dem 19. Jahrhundert zurückgebaut werden. Die Spezialisten der ERNE decon Schadstoffsanierung entfernten kontaminierte Plattenbeläge, Asbestzement, PAK-Korkisolationen und Schlackenböden. Die Abbruchmaterialien wurden sorgsam getrennt und fachgerecht entsorgt. Anschliessend wurden die Gebäude komplett entkernt und nichttragende Wände, Gipsdecken und Bodenbeläge entfernt.

Das Rückbau-Team brach danach fünf Gebäude ab, die an beiden Seiten ans Eckgebäude angrenzten. Beim Bau an der Leonhardstrasse 27 war an einen Abriss mit dem grossen Abbruchbagger nicht zu denken, die angrenzende, alte Bausubstanz wäre beschädigt worden. Deshalb mussten die obersten zwei Stockwerke mühsam von Hand abgespitzt werden. Für die restlichen Rückbau Arbeiten kam dann wie üblich ein Abbruchbagger zum Einsatz. Der Abtransport der anfallenden Materialien wurde aufgrund der knappen Platzverhältnisse mitten in der Stadt «just in time» koordiniert.

Beim Bau an der Ecke der Strassenkreuzung konnte die Bausubstanz des Gebäudeskelettes bestehen bleiben. Die Decke wurde abgebrochen, dies meisterten die Rückbau-Teams mit einem 4,5 Tonnen schweren Bagger, der mit einem Pnaukran aufs Dach gehievt worden war. 
 

Umbau des Eckgebäudes am Steinengraben 28

Nachdem die Decke des Gebäudes entfernt war, wurden die Aussenmauern abgestützt. Anschliessend konnten die Arbeiten für eine komplette Kernsanierung beginnen. Wände wurden in Ortbetonbau errichtet und die Fassade erneuert. Erdbebensichere Wände wurden eingezogen und Steigzonen erstellt, d.h. Platz für die Installationsschächte der Haustechnik wie Lüftung, Wasserleitungen und elektrische Leitungen. Fürs Fräsen der Heizungsaussparungen im Untergeschoss kamen die Spezialisten von ERNE Bohren- und Trennen zum Einsatz. Das Bauwerk wurde anschliessend mit geklebten Lamellen verstärkt und ist, sobald die Decke fertiggestellt wurde, für den Innenausbau bereit.

Baugrubenaushub & Spezialtiefbau-Massnahmen für die Neubauten 30-36

Für die Neubauten mussten Baugruben fürs Fundament und die Tiefgaragen ausgehoben werden. Da in der Gegend historische Überresten vermutet wurden, begleiteten Archäologen die Aushub-Arbeiten. Sie entdeckten Reste einer alten Stadtmauer. Diese wurde stehen gelassen und später in den Neubau integriert.

Die Sicherung der Baugrube gestaltete sich aufwändig. Im Bereich der Strasse sorgen Nagelwände aus schnell härtendem Spritzbeton mit Ankern für halt. Die Anker reichen elf Meter tief in den Boden hinein. Unterfangungen und Mikropfähle stützen die Gebäude zusätzlich ab.
 

Speziealtiefbau Leonhardstrasse 30-36

Grosser Unterzug und Sichtbetontreppen für das Gebäude an der Leonhardstrasse 27

Im Neubau an der Leohardstrasse 27 wurde ein ungewöhnlich grosser Hauptunterzug verbaut, der in der späteren Auto-Einstellhalle im Zwischengeschoss verläuft und die Hauptlast des Gebäudes tragen wird. Er ist 26 m lang, 1 m hoch und 80 cm breit und mit einem Eisengehalt von 580 Kilogramm pro Kubikmeter Beton extrem schwer! 

Mit vorfabrizierten Bauteilen wurden die Wände für den Neubau, die an den Eckbau Nr. 28 und das Gebäude auf der anderen Seite angrenzen, gebaut. Die Elemente wurden mit Petersplatten und Hochleistungsstützen erstellt und mit Beton ausgegossen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schalungssystemen bleiben diese in der Wand drin. Sie sind extrem druckbeständig und dienen gleichzeitig als Brandschutzisolation. 

Die Treppen und Treppenkerne wurden in Sichtbeton-Typ 4.1.4. erstellt. Diese Qualitätsklasse stellt hohe Ansprüche ans Aussehen des Betons. Bei der Vorbereitung musste darauf geachtet werden, dass die Schalung sehr exakt angebracht wird. Beim Betonieren galt es besonders sorgfältig zu arbeiten, um unschöne Lunkern zu vermeiden und eine ästhetische, gleichmässige Oberfläche zu erhalten.

Ein spannendes Bauprojekt in der Endphase

Der Rohbau der Gebäude am Steinengraben 30-36 ist inzwischen fertig. Am Eckgebäude wird die Decke bearbeitet und im Haus an der Leonhardstrasse 27 sind vier von fünf Etagen gebaut. Im Juli sollten die Baumeisterarbeiten beendet werden können.

Neubau und Umbau Leonhardstrasse und Steinengraben Basel
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